FREIE WÄHLER unterstützen Mahnwache der Kirchen und Religionsgemeinschaften

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Der Kreisverband FREIE WÄHLER im Kreis Bergstraße dankt allen Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Bergstraße, die am 19 Januar 2015 bei der Mahnwache vor dem Martin-Buber-Denkmal in Heppenheim anwesend waren und ein klares Zeichen für Glaubens- und Religionsfreiheit und gegen Hass und Gewalt gesetzt haben. Der Einladung des Evangelischen Dekanats Bergstraße sind wir mit voller Überzeugung gefolgt, denn Taten wie in Paris bedürfen einer Reaktion, eines Zeichens aller Menschen die anders denken und die Terror und Fanatismus, die Hass und Mord ablehnen.

Nachstehende Erklärung des Evangelischen Dekanats Bergstraße, des Katholischen Dekanats Bergstraße-Mitte, des Jüdischen Religions- und Kulturvereins SCHALOM ,Viernheim, des Martin-Buber-Hauses, Heppenheim, der Moschee Anas Ibn Malik e.V., Heppenheim, der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken und der Moscheegemeinde Wahlen, wird von den Freien Wählern unterstützt und voll inhaltlich mitgetragen.

FREIE WÄHLER Kreis Bergstraße e.V.

Walter Öhlenschläger

 

Für Glaubens- und Religionsfreiheit – Gegen Hass und Gewalt

Nach den Terroranschlägen auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris bekräftigen wir, dass sich niemand auf eine Religion berufen kann, um Mord, Gewalt und Hass zu rechtfertigen. Wir bekräftigen, dass niemand das Recht hat, seine Glaubensvorstellungen mit der Waffe in der Hand durchzusetzen und sich zum Richter über Leben und Tod aufzuspielen. Terror darf in keiner Religion einen Platz haben.

 

Wir treten für eine offene und freiheitliche Gesellschaft ein. Wir begrüßen es, dass der demokratische Rechtsstaat Glaubens- und Religionsfreiheit garantiert. Und gerade weil wir unseren Glauben offen leben können, verteidigen wir das Recht Andersdenkender, uns und unsere Religionen kritisieren zu können.

 

Wir stehen gemeinsam dafür ein, dass jede und jeder Einzelne das Recht hat, seine Meinung zu äußern, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Wir können es ertragen, wenn wir unterschiedlicher Auffassung sind, wenn wir kontrovers diskutieren, wenn wir streiten. Nicht ertragen können wir es, wenn die Meinungsfreiheit unterdrückt und Andersdenkende mundtot gemacht werden sollen. Wir achten die Würde aller Menschen und deshalb respektieren wir uns in unserer Unterschiedlichkeit.

 

Wir stehen gemeinsam auf gegen Terror und Fanatismus. Wir wollen gemeinsam verhindern, dass die Saat der Gewalt aufgeht. Wir sind bereit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, etwa für die Menschen, die vor den Terrormilizen des selbst ernannten „Islamischen Staates“ geflüchtet sind und bei uns Schutz suchen.

 

Wir lassen es nicht zu, dass ein Keil des Hasses in unsere Gesellschaft getrieben wird. Wir verurteilen es, wenn Andersgläubige ausgegrenzt oder unter Pauschalverdacht gestellt werden. Wir fordern und wir fördern den Dialog zwischen den Religionen und zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen – gleich welcher Herkunft, gleich welcher Religion – das Recht haben, in Frieden und Würde leben zu können.

 

 

 

 

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